Urbanes Erneuerungslabor: Studierende gestalten Visionen für einen nachhaltigen Schulhof

07.07.2026.

Im Rahmen des Erasmus+-Projekts UpSpace nahmen Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums Göttingen am Urban Regeneration Lab teil, einem innovativen Lernprojekt, das Bildung für nachhaltige Entwicklung, Jugendbeteiligung und reale stadtplanerische Herausforderungen miteinander verband.

Das Projekt ermutigte junge Menschen dazu, zu erforschen, wie öffentliche Räume gestaltet werden können, um den Klimawandel zu bekämpfen, die Biodiversität zu unterstützen und die Lebensqualität zu verbessern. Anhand ihres eigenen Schulhofs als Fallstudie untersuchten die Teilnehmenden, wie lokale Räume nachhaltiger, widerstandsfähiger und inklusiver gestaltet werden können.

Das Programm begann mit einer Einführung in nachhaltige Stadtentwicklung und die Rolle öffentlicher Räume bei der Schaffung lebenswerten Gemeinschaften. Durch Expertenvorträge und praktische Aktivitäten vor Ort erkundeten die Schüler Themen wie Klimaanpassung, Biodiversität, Ökosystemleistungen und partizipative Planungsprozesse.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Nachhaltige Stadtentwicklung der Stadt Göttingen. Während eines Besuchs im Neuen Rathaus erhielten die Schüler direkte Einblicke in kommunale Planungsprozesse und erfuhren, wie Städte auf Herausforderungen wie Hitzestress, Starkregen und Klimawandel reagieren. Mithilfe offizieller Hitze- und Hochwasserrisikokarten, die von der Stadt bereitgestellt wurden, untersuchten die Teilnehmenden die spezifischen Risiken auf ihrem eigenen Schulgelände und diskutierten mögliche Anpassungsmaßnahmen.

Die Schüler arbeiteten außerdem mit Expert:innen von BUND Göttingen und dem Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) zusammen, die sie in Biodiversität und naturbasierte Lösungen für städtische Umgebungen einführten. Durch Beobachtung, Analyse und Interviews mit Interessengruppen identifizierten die Teilnehmenden Stärken und Schwächen ihres Schulhofs und sammelten Ideen von verschiedenen Nutzergruppen innerhalb der Schulgemeinschaft.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen entwickelten die Schüler eigene Gestaltungskonzepte für einen nachhaltigen Schulhof. Mit kreativen Methoden wie LEGO® Serious Play®, Skizzen, Modellen und kollaborativen Planungstechniken erarbeiteten sie Vorschläge, die ökologische, soziale und funktionale Aspekte vereinten. Ihre Konzepte enthielten Ideen zur Erhöhung der Biodiversität, Verbesserung der Klimawiderstandsfähigkeit, Schaffung attraktiver Erholungsräume und Steigerung der Gesamtqualität der Schulumgebung.

Das Projekt endete mit einer öffentlichen Präsentation der Arbeiten der Schüler. Vertreter:innen der Schulgemeinschaft sowie ein Mitglied des Fachbereichs Nachhaltige Stadtentwicklung der Stadt Göttingen nahmen an der Veranstaltung teil. Der Stadtvertreter hörte sich die Vorschläge der Schüler an, diskutierte mit ihnen und gab wertvolles fachliches Feedback. Besonders ermutigend für die Schüler war das Engagement, ihre Ideen innerhalb der Stadtverwaltung an die zuständigen Stellen zur weiteren Prüfung weiterzuleiten.

Das Urban Regeneration Lab stärkte nicht nur das Wissen der Teilnehmenden zu Nachhaltigkeit, Biodiversität und Stadtentwicklung, sondern förderte auch wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken. Am wichtigsten war, dass es den Schülern zeigte, dass ihre Ideen und Perspektiven zählen und dass junge Menschen eine aktive Rolle bei der Gestaltung nachhaltigerer und lebenswerterer Gemeinschaften spielen können.

Durch dieses Projekt wurden die Ziele der Erasmus+ UpSpace-Initiative lebendig: Junge Menschen zu befähigen, Nachhaltigkeitsherausforderungen zu verstehen, innovative Lösungen zu entwickeln und sinnvoll zur Zukunft öffentlicher Räume beizutragen.








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